Presse

Optimierter Workflow in Montage und Logistik

Click.it sorgt für effiziente digitale Kommunikation

Optimierter Workflow in Montage und Logistik

Click.it am Montageplatz bei LHY: Die Anwender greifen über Browser und angebundene Geräte wie Scanner auf die angebotenen Funktionen zu, zum Beispiel um Nachschub für eine leere Box anzufordern.
Die Click.it-Zentrale in der Logistik: Hier befinden sich der Etikettendrucker und Boxen mit bereitgestelltem Material.
Nachdem die Anforderung in der Montage abgeschickt wurde, wirft der Drucker in der Logistik ein entsprechendes Etikett aus.
Das gewünschte Material ist bereitgestellt, und wird vom Fahrdienst der Logistikabteilung zum Montageplatz gebracht.
Marco Politz stellt die gelieferte volle Box wieder ins Bereitstellungsregal.
Ein weiteres Einsatzfeld: LHY ist gerade dabei, mit Click.it den Transport von fertig montierten Hydraulikkomponenten zu den Prüfständen zu optimieren.
Ein weiteres Einsatzfeld: LHY ist gerade dabei, mit Click.it den Transport von fertig montierten Hydraulikkomponenten zu den Prüfständen zu optimieren.
Andreas Schmitt leitet den Bereich Industrial Engineering Montage bei LHY: „Click.it eliminiert Verschwendung, indem es den Mitarbeitern überflüssige Wege und letztendlich viel Zeit erspart. So lassen sich Montagevorgänge deutlich straffen.“
Marco Politz ist bei LHY im Bereich Industrial Engineering Montage für die KNOLL-Softwarelösung Click.it zuständig: „Mit diesem System konnten wir unsere Prozesse nicht nur digitalisieren, sondern auch die Prozessgestaltung deutlich näher an die Anwender bringen.“
Von links nach rechts: Andreas Schmitt und Marco Politz (beide LHY) freuen sich über die kompetente Zusammenarbeit mit KNOLL, vertreten durch Markus Zinser, Produktmanager Automatisierung, und den zuständigen Vertriebsmitarbeiter Artur Rommel.
So funktioniert Click.it: Die Daten werden über Taster, Sensoren, Software oder andere Schnittstellen erfasst und an den Click.it-Server weitergeleitet. Dort verarbeitet die Software die Daten und reicht sie an diverse Ausgabegeräte weiter. Parallel dazu ist eine Auswertung der Daten möglich.
LHY Powertrain stellt unter anderem die variable Verstellpumpe CPV her, die mit ihrem modularen Konzept eine Vielzahl von Optionen bei minimalem Platzbedarf bietet. Bild: LHY Powertrain

LHY, Hersteller hydraulischer Antriebssysteme, bildet seit 2025 mit dem von KNOLL Maschinenbau entwickelten Click.it-System sämtliche Materialanforderungen und internen Transportprozesse in Montage und Logistik digital ab. Die Vorteile: weniger manuelle Abstimmung, geringerer Suchaufwand und eine bessere Steuerung der logistischen Abläufe. Zudem steht eine Datenbasis bereit, mit der sich Prozesse weiter analysieren und verbessern lassen.

LHY Powertrain, vormals Linde Hydraulics, ist ein gefragter Technologiepartner für Hochdruckhydraulik und modulare Antriebssysteme. Das seit 2012 zu Weichai Power gehörende Unternehmen produziert hydraulische Pumpen, Motoren und Ventile, elektronische Steuerungen, Peripheriegeräte und bietet komplette Systemlösungen an. Am Stammsitz in Aschaffenburg sind rund 800 Mitarbeitende beschäftigt. „Hier ist unsere Zentrale mit allen Abteilungen wie Entwicklung, Produktion, Controlling, Einkauf und Vertrieb“, sagt Andreas Schmitt, der seit 2018 den Bereich Industrial Engineering Montage leitet und auch für Prüfstände, Lackiererei und Intralogistik verantwortlich ist. „Im ganzen Unternehmen ist die Digitalisierung ein priorisiertes Thema. Speziell für unsere Montage und Logistik haben wir schon seit Jahren nach einem geeigneten System Ausschau gehalten.“

Forciert wurden diese Anstrengungen nach einer Analyse des Informationsverlaufs in der Montage – vom Auftragseingang bis zur fertigen Einheit. Das Ergebnis: Die Kommunikation zwischen den einzelnen Stationen und der Logistik sollte dringend modernisiert werden. Sie fand zum damaligen Zeitpunkt vielfach über Papierlisten, Zuruf und Telefon statt. Andreas Schmitt erklärt: „Es gab viele Medienbrüche, die zu Problemen und Verzögerungen führen konnten. Durch ein transparentes, durchgängig digitales System wollten wir die Kommunikation auf den modernsten Stand bringen und den Workflow optimieren.“

Digitale Lösung für reibungslosen Informationsfluss

Fündig wurden die Verantwortlichen bei KNOLL Maschinenbau. Das Bad Saulgauer Unternehmen gilt in der Metallbearbeitung als führender Anbieter von Förder- und Filteranlagen sowie Pumpen, die Späne und Kühlschmierstoffe (KSS) transportieren und trennen. „In unserer Fertigung nutzen wir zahlreiche Späneförderer und KSS-Pumpen von KNOLL“, erwähnt Andreas Schmitt. Über den zuständigen Vertriebsmitarbeiter erfuhr er, dass KNOLL auch für Montage und Intralogistik interessante Produkte anbietet, zum Beispiel Fahrerlose Transportsysteme (FTS) und – mit der Click.it-Produktfamilie – kleine Automatisierungskomponenten, die standardisierte Abläufe auslösen können. „Dieses Click.it-System hat mich von Anfang an begeistert, da es einfach und verständlich aufgebaut ist“, sagt Schmitt. „Mein Team hat schnell erkannt, dass sich damit viele Abläufe in Montage und Logistik straffen lassen und wir Verschwendung vermeiden können.“

Doch vor der Kaufentscheidung stand ein Benchmarkprozess, mit dem Marco Politz, ein Mitarbeiter im Industrial Engineering Montage-Team, betraut war. Er erklärt: „Wir hatten sechs Systeme in die enge Auswahl genommen, die ich nach verschiedenen Kriterien verglichen habe, nach Leistungsfähigkeit, Preis sowie dem Aufwand für die Installation und Anpassung auf unsere Anforderungen. Am Ende waren wir uns sicher, mit Click.it am schnellsten und effizientesten zum gewünschten Ergebnis zu kommen.“

Wie funktioniert Click.it?

Click.it besteht im Wesentlichen aus Eingabeeinheiten und einem Server. Letzterer ist ein einfacher, ins Intranet eingebundener Rechner, der auch – wie bei LHY geschehen – als virtuelle Maschine aufgesetzt werden kann. Als Eingabeeinheiten bietet KNOLL drei verschiedene Hardwaresysteme (Click.it One / Pro / Connect) an sowie die rein webbasierte Softwarelösung zur Übersicht und Steuerung des Systems. Diese Eingabeeinheiten sind über Ethernet oder WLAN mit dem Server verbunden, der die eingehenden Signale verarbeitet und dementsprechende Aufträge auslöst. Das heißt, je nach Trigger werden zum Beispiel Nachrichten übermittelt, Vorgänge gestartet oder die auftragsbezogenen Daten gespeichert.

Jeder mit dem Intranet verbundene PC, jedes Tablet und Smartphone sowie Peripheriegeräte wie Drucker und Scanner können – wenn die Rechte dazu freigegeben sind – mit dem Click.it-Server kommunizieren. Markus Zinser, Produktmanager Automatisierung bei KNOLL, erklärt: „Wir haben bei der Hard- und Software streng auf eine Standardisierung geachtet, damit das System stabil läuft und Änderungen oder Neuentwicklungen zügig umgesetzt werden können. Denn wir entwickeln Click.it permanent weiter.“

Ideal für intralogistische Prozesse

Die Aufgabenstellung in der LHY-Montageabteilung war folgende: In erster Linie sollte der logistische Teil der Abläufe digitalisiert werden. Andreas Schmitt gibt ein Beispiel: „Der Mitarbeiter am Montageband erkennt, dass die O-Ringe im Vorratsbehälter zur Neige gehen und er in der Logistik eine neue Box bestellen muss. Früher geschah das über ein Zettelsystem, das zwar grundsätzlich funktioniert hat, aber fehleranfällig und nicht transparent genug war. Mit Click.it wollten wir für alle Beteiligten eine bessere Übersicht erreichen, wo sich die Anforderung befindet bzw. welchen Status sie innehat.“

LHY entschied sich, mit 20 Click.it Online-Lizenzen zu starten. „Diese rein softwarebasierte Lösung passt perfekt zu unserer vorhandenen Umgebung, da ohnehin jeder Arbeitsplatz mit einem Rechner ausgestattet ist“, sagt Marco Politz, der für die Integration und Pflege der neuen Softwarelösung verantwortlich ist. „Wir können mit unserer IT-Infrastruktur, mit den PCs, Weboberflächen und Scannern die von Click.it organisierten neuen Prozesse abbilden, ohne dass wir zusätzliche Spezialhardware benötigen.“

Der Installations- und Einführungsaufwand war laut Marco Politz im Vergleich zu klassischen Produktions-IT-Projekten überschaubar. Er lobt auch die diesbezügliche Zusammenarbeit mit dem KNOLL-Team: „Wir arbeiten auf Augenhöhe zusammen und haben kompetente, freundliche Ansprechpartner, die unsere Anliegen ernst nehmen. Wenn es neue Anforderungen gibt, suchen wir gemeinsam nach einer praktikablen Lösung.“

Die Mitarbeiter profitieren von hoher Transparenz

Click.it ist ein System, das neben der gelieferten Basiskonfiguration auch kundenseitige Programmierung zulässt. „Diese Möglichkeit nutzen wir intensiv, da wir die Eingabemasken gemeinsam mit den Bedienern nach deren Bedarfen gestalten“, sagt Marco Politz, der sämtliche Programmieraufgaben übernimmt. „Schon nach wenigen Online-Schulungen ist es mir gelungen, eigene Abläufe, Oberflächen und Prozesslogiken zu erstellen und anzupassen.“

Die Mitarbeiter, die von Anfang an in die Digitalisierungspläne involviert waren, zeigten sich schnell von den für sie entstehenden Vorteilen begeistert. Schließlich ermöglicht ihnen die von Politz programmierte Bildschirmmaske eine vereinfachte Nachschubbestellung: Sie wählen in einer Liste die benötigten Kleinteile aus und starten die Bestellung mit einem einfachen Click.

Ohne nennenswerte Verzögerung landet der Auftrag in der Logistik, wo ein Drucker ein Etikett erzeugt, das alle relevanten Informationen enthält. Dafür sorgt im Hintergrund ein wiederum von Politz definierter Flow auf dem Click.it-Server. „Unter Flow ist ein Prozessablauf zu verstehen, der verschiedene Funktionsbausteine enthält, zum Beispiel den Befehl fürs Drucken des Etiketts“, erklärt Click.it-Experte Markus Zinser.

Der Etikettendruck ist dann das Startsignal für den Logistiker, das angeforderte Material bereitzustellen. Diesen Vorgang beendet er mit einem Scan des auf dem Etikett befindlichen QR-Codes. Der Fahrdienst in der Logistik-Abteilung erhält damit den Auftrag, das Material an den Montageplatz zu bringen. Dort erfolgt wieder ein Scan, und der Auftrag ist beendet.

Der Auftragsstatus (angelegt, bereitgestellt und ausgeliefert) lässt sich jederzeit farbcodiert am Bildschirm nachvollziehen. „Durch die Digitalisierung sind viele Papierlisten weggefallen, die vorher händisch gepflegt, verteilt und aktuell gehalten werden mussten“, freut sich Andreas Schmitt. „Heute gibt es einen digitalen Prozess, der für alle Beteiligten gleich ist. Sämtliche Informationen stehen zentral zur Verfügung.“

Offenes System bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten

Marco Politz ist vor allem von der hohen Flexibilität begeistert, die Click.it bietet: „Sie ermöglicht uns, verschiedenste Prozesse abzubilden. Und je länger wir mit Click.it arbeiten, desto mehr Ideen entwickeln wir für weitere Einsatzmöglichkeiten.“ So ist er gerade dabei, den Systemeinsatz auf die Bereitstellung von Verpackungsmaterial auszuweiten. Auch der Transport von fertig montierten Hydraulikkomponenten zu den Prüfständen wird gerade mit Click.it optimiert.

Für diese Aufgaben orderte Andreas Schmitt bereits zusätzliche 30 Lizenzen. „Wir sehen noch viele weitere Einsatzfelder, zum Beispiel in der Überwachung von Bereitstellflächen oder Schwerlastregalen, für den Einsatz von flexiblen Transportsystemen, zum Informationsversand per E-Mail oder Teams sowie für Auswertungen zu Prozesszeiten und Verfügbarkeit. Click.it wird damit perspektivisch als flexible Prozessplattform zwischen Produktion, Montage, Logistik und IT-Systemen dienen.“

 

Ein Anbieter für komplette Antriebslösungen

LHY Powertrain (vormals Linde Hydraulics) entwickelt, produziert und vertreibt weltweit modulare Antriebssysteme aus Hydraulik, Elektrotechnik und Elektronik. Das seit 2012 zu 90 Prozent dem chinesischen Konzern Weichai Power gehörende Unternehmen agiert als Entwicklungspartner und Lieferant namhafter Hersteller von mobilen Arbeitsmaschinen wie Bau-, Bergbau-, Land-, Forst- und Kommunalmaschinen sowie Industriemaschinenhersteller. LHY Powertrain beschäftigt weltweit rund 1.400 Mitarbeiter, die an drei Produktionsstandorten in Deutschland, an einem weiteren in China, einem Montagewerk in den USA sowie in den Tochtergesellschaften in Europa, den USA, Südamerika und China arbeiten. LHY ist mit einem dichten Netz von über 80 Vertriebs- und Servicepartnern in über 50 Ländern vertreten. 

LHY Powertrain GmbH & Co. KG
Wailandtstrasse 13
63741 Aschaffenburg
Tel.: +49 6021 150 00
info(at)lhy.com
www.lhy.com

Download
Anwenderbericht LHY
Anwenderbericht LHY
pdf (2 MB)